§ 3 BUrlG · 20 Tage Minimum · Stand 2026

Urlaubsanspruch-Rechner 2026

Wie viele Urlaubstage stehen dir wirklich zu? Der Rechner ermittelt deinen gesetzlichen Mindesturlaub (20 Tage bei 5-Tage-Woche), rechnet ihn auf deine Teilzeit um und zeigt den anteiligen Anspruch bei unterjährigem Ein- oder Austritt – inklusive Zusatzurlaub bei Schwerbehinderung.

§3 BUrlG

20 Tage Minimum · 5-Tage-Woche

Stand 2026

inkl. Teilzeit & §208 SGB IX

Fachliche Prüfung am 3. Juni 2026. Werte nach BUrlG und SGB IX; tarifliche Regelungen können abweichen. Keine Rechtsberatung.

Live · 2026

Dein Urlaubsanspruch

30 Tage

5-Tage-Woche · 12 von 12 Monaten · gesetzl. Minimum 20 Tage

Voller Jahresanspruch

30 Tage

Anteilig

30 Tage

Gesetzl. Minimum

20 Tage

Mindesturlaub als Untergrenze · Das Bundesurlaubsgesetz garantiert dir bei einer 5-Tage-Woche mindestens 20 Arbeitstage Urlaub im Jahr (24 Werktage bei 6-Tage-Woche). Bei Teilzeit wird dieser Anspruch proportional zur Zahl deiner Arbeitstage umgerechnet – du verlierst also keine Urlaubswochen. Schwerbehinderte erhalten 5 Tage Zusatzurlaub (§208 SGB IX). Bruchteile von mindestens einem halben Tag werden nach §5 Abs. 2 BUrlG aufgerundet.

Hinweis: Der Rechner bildet die gesetzlichen Grundregeln ab. Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung und Einzelfall (z. B. Elternzeit-Kürzung) können abweichen. Keine Rechtsberatung.

Was der Urlaubsanspruch ist

Jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer hat Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. Das Bundesurlaubsgesetz setzt die Untergrenze: mindestens 24 Werktage (6-Tage-Woche) bzw. 20 Arbeitstage (5-Tage-Woche) – also vier Wochen. Bei Teilzeit wird der Anspruch proportional zur Zahl der Arbeitstage umgerechnet, nicht gekürzt. Schwerbehinderte erhalten 5 Tage Zusatzurlaub. Tarif- und Arbeitsvertrag dürfen jederzeit mehr gewähren.

Gesetzl. Minimum (5-Tage-Woche)20 Arbeitstage
Gesetzl. Minimum (6-Tage-Woche)24 Werktage
Üblicher Vertragsurlaub25–30 Tage
Zusatzurlaub Schwerbehinderung+5 Tage
Teilzeit-UmrechnungArbeitstage ÷ 5

Die Eckdaten 2026

Alle Grenzwerte zum Urlaubsanspruch auf einen Blick.

GrößeWert
Gesetzl. Minimum (5-Tage-Woche)20 Arbeitstage
Gesetzl. Minimum (6-Tage-Woche)24 Werktage
Üblicher Vertragsurlaub25–30 Tage
Zusatzurlaub Schwerbehinderung+5 Tage
Teilzeit-UmrechnungArbeitstage ÷ 5

Stand 2026 · §3 BUrlG (Mindesturlaub) und §208 SGB IX (Zusatzurlaub). Tarifliche Ansprüche können höher sein.

In fünf Schritten

Vom Vertragsurlaub bis zum anteiligen Anspruch bei Teilzeit und Eintritt.

I

Vertragsurlaub ermitteln

Schau in Arbeits- oder Tarifvertrag, wie viele Urlaubstage (bei 5-Tage-Woche) vereinbart sind.

II

Arbeitstage pro Woche festlegen

Entscheidend für die Teilzeit-Umrechnung ist die Zahl der Arbeitstage, nicht die Stunden.

III

Anteil bei Ein-/Austritt

Bei unterjährigem Beginn oder Ende zählt jeder volle Monat mit einem Zwölftel.

IV

Zusatzurlaub addieren

Bei Schwerbehinderung (GdB ≥ 50) kommen 5 Tage nach §208 SGB IX hinzu.

V

Mit Minimum abgleichen

Der Rechner zeigt, ob dein Anspruch über dem gesetzlichen Minimum (§3 BUrlG) liegt.

Drei Rechenbeispiele

Teilzeit, unterjähriger Eintritt und Zusatzurlaub bei Schwerbehinderung.

Beispiel A · Teilzeit

4-Tage-Woche

30 Vertragstage → 24 Tage bei 4-Tage-Woche

Sachverhalt. Eine Angestellte hat vertraglich 30 Urlaubstage (bezogen auf eine 5-Tage-Woche) und arbeitet jetzt an 4 Tagen pro Woche.

Regel. Anspruch = Vertragsurlaub × (Arbeitstage ÷ 5)

Ergebnis. 30 × (4 ÷ 5) = 24 Urlaubstage. Wichtig: In Urlaubswochen gerechnet bleibt es gleich (6 Wochen frei) – Teilzeit kostet keine Erholung, nur die Tageszahl sinkt proportional.

Beispiel B · Unterjähriger Eintritt

anteiliger Anspruch

Start am 1. Juli → 15 von 30 Tagen

Sachverhalt. Ein neuer Mitarbeiter beginnt am 1. Juli, arbeitet also 6 von 12 Monaten, bei 5-Tage-Woche und 30 Vertragstagen.

Regel. pro vollen Monat 1/12 des Jahresanspruchs

Ergebnis. 30 × 6 ÷ 12 = 15 Urlaubstage im ersten Jahr. Nach erfüllter 6-monatiger Wartezeit (§4 BUrlG) entsteht in den Folgejahren der volle Anspruch von 30 Tagen.

Beispiel C · Schwerbehinderung

§208 SGB IX

30 + 5 = 35 Tage Zusatzurlaub

Sachverhalt. Eine schwerbehinderte Beschäftigte (GdB 50) hat 30 Vertragstage bei voller 5-Tage-Woche.

Regel. +5 Tage Zusatzurlaub pro Jahr

Ergebnis. 30 + 5 Tage Zusatzurlaub = 35 Tage. Der Zusatzurlaub nach §208 SGB IX gilt bei einem Grad der Behinderung von mindestens 50 und wird bei Teilzeit ebenfalls anteilig umgerechnet.

Häufige Fragen zum Urlaubsanspruch

7 Antworten zu Minimum, Teilzeit, Eintritt und Kündigung.

Wie viel gesetzlicher Mindesturlaub steht mir 2026 zu?

Das Bundesurlaubsgesetz garantiert 24 Werktage bei einer 6-Tage-Woche bzw. 20 Arbeitstage bei einer 5-Tage-Woche (§3 BUrlG). Das entspricht in beiden Fällen vier Wochen Urlaub im Jahr. Tarif- oder Arbeitsvertrag können mehr vorsehen – üblich sind 25 bis 30 Tage.

Wie wird der Urlaub bei Teilzeit umgerechnet?

Maßgeblich ist die Zahl der Arbeitstage pro Woche, nicht die Stundenzahl. Der Anspruch wird proportional umgerechnet: Urlaubstage × (Arbeitstage ÷ 5). Wer also 30 Tage bei 5-Tage-Woche hätte und auf 3 Tage reduziert, erhält 18 Tage – das sind dieselben sechs Urlaubswochen.

Wie viel Urlaub bekomme ich bei unterjährigem Eintritt?

Im Eintrittsjahr besteht der Anspruch anteilig: ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Beschäftigungsmonat. Bruchteile von mindestens einem halben Tag werden nach §5 Abs. 2 BUrlG aufgerundet. Den vollen Jahresanspruch gibt es erstmals nach erfüllter sechsmonatiger Wartezeit.

Wie viele Zusatztage bei Schwerbehinderung?

Schwerbehinderte Menschen mit einem Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50 erhalten nach §208 SGB IX fünf Arbeitstage Zusatzurlaub pro Jahr (bei 5-Tage-Woche). Bei abweichender Wochenarbeitszeit wird der Zusatzurlaub entsprechend umgerechnet.

Verfällt nicht genommener Urlaub am Jahresende?

Grundsätzlich ist Urlaub im laufenden Kalenderjahr zu nehmen. Eine Übertragung ins nächste Jahr (meist bis 31. März) ist nur bei dringenden betrieblichen oder persönlichen Gründen vorgesehen. Nach EuGH-Rechtsprechung verfällt Urlaub aber nur, wenn der Arbeitgeber rechtzeitig auf Resturlaub und Verfall hingewiesen hat.

Was passiert mit Resturlaub bei Kündigung?

Bei Ausscheiden in der ersten Jahreshälfte (Austritt bis 30. Juni) besteht ein anteiliger Anspruch von einem Zwölftel pro vollem Monat. Bei Austritt in der zweiten Jahreshälfte nach erfüllter Wartezeit steht in der Regel der volle Jahresurlaub zu. Nicht genommener Urlaub ist abzugelten (§7 Abs. 4 BUrlG).

Zählt Urlaub auch während Elternzeit oder Krankheit weiter?

Während Krankheit bleibt der Urlaubsanspruch erhalten; langfristig Erkrankte können Urlaub bis zu 15 Monate nach dem Urlaubsjahr nehmen. In der Elternzeit darf der Arbeitgeber den Urlaub für jeden vollen Monat um ein Zwölftel kürzen (§17 BEEG). Im Zweifel die Personalabteilung oder eine Rechtsberatung fragen.

Schlüsselbegriffe

Mindesturlaub
20 Arbeitstage (5-Tage-Woche) bzw. 24 Werktage (6-Tage-Woche) nach §3 BUrlG.
Werktage
Alle Tage außer Sonn- und Feiertagen – also auch der Samstag (Grundlage des BUrlG).
Teilzeit-Umrechnung
Urlaubstage × (Arbeitstage pro Woche ÷ 5) – proportional zur Arbeitswoche.
Wartezeit
Voller Jahresurlaub erstmals nach 6 Monaten Beschäftigung (§4 BUrlG).
Zusatzurlaub
+5 Tage für schwerbehinderte Menschen mit GdB ≥ 50 (§208 SGB IX).

Zum Weiterlesen

Rechner rund um Arbeitszeit, Gehalt und Familie.

Wie sich eine Stundenreduzierung auf Gehalt und Urlaub auswirkt, zeigt der Teilzeit-Rechner. Was netto übrig bleibt, rechnet der Brutto-Netto-Rechner, und den Stundenlohn-Rechner nutzt du für die Umrechnung auf die Stunde.

Rund um Familie und Beruf helfen der Elterngeld-Rechner und der Mutterschutz-Rechner; für Nebenjobs greift der Minijob-Rechner.

§

Methodik

Wie dieser Rechner arbeitet

Der Rechner rechnet den vertraglichen Jahresurlaub über den Faktor (Arbeitstage ÷ 5) auf die individuelle Arbeitswoche um und addiert bei Schwerbehinderung 5 Tage Zusatzurlaub (§208 SGB IX). Bei unterjähriger Beschäftigung ermittelt er anteilig ein Zwölftel pro Monat; Bruchteile von mindestens einem halben Tag werden nach §5 Abs. 2 BUrlG aufgerundet. Zum Vergleich wird der gesetzliche Mindesturlaub (20 Tage bei 5-Tage-Woche, §3 BUrlG) angezeigt. Stand 2026. Dies ist eine Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung.

Quellen: § 3 BUrlG · § 5 BUrlG · § 208 SGB IX Letzte fachliche Prüfung: 3. Juni 2026 Update-Zyklus: jährlich. Methodik-Übersicht →
Zum Rechner