§ 20 EStG · § 32d EStG · § 8 EinSiG · Stand Mai 2026

Tagesgeld-Rechner 2026

Berechne den Zinsertrag und das Endkapital deines Tagesgeldes — mit monatlicher Verzinsung (Zinseszins), optionaler Sparrate und Abgeltungsteuer. Plus: der Vergleich zu Festgeld, die Einlagensicherung und wie du mit dem Sparer-Pauschbetrag Steuern sparst.

§20 EStG

Zinsbesteuerung

Stand 05/2026

Einlagensicherung 100k

Fachliche Prüfung durch die Finanz-Redaktion am 29. Mai 2026. Steuer nach §32d EStG; Einlagensicherung nach §8 EinSiG.

Live · 2026

Endkapital nach Steuer

23.808 €

Eingezahlt 22.000 € + Zinsen 2.098 € − Steuer 290 € · ⌀ 1,9 %/Jahr

Eingezahlt

22.000 €

Zinsertrag

2.098 €

Steuer

290 €

Endkapital

23.808 €

Zinsen & Steuer · Tagesgeldzinsen werden meist monatlich oder quartalsweise gutgeschrieben und mitverzinst (Zinseszins). Erträge über dem Sparer-Pauschbetrag (1.000 € ledig / 2.000 € zusammen) unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 % zzgl. Soli (= 26,375 %). Mit einem Freistellungsauftrag bleibt der Pauschbetrag steuerfrei.

Hinweis: Der Rechner unterstellt einen konstanten Zinssatz und monatliche Verzinsung. In der Praxis ist der Tagesgeldzins variabel; Aktionszinsen gelten oft nur befristet. Die Steuer verwendet 26,375 % Abgeltungsteuer plus eingestellten Pauschbetrag (ohne Kirchensteuer). Keine Anlageberatung.

Tagesgeld — flexibel, sicher, planbar

Tagesgeld ist eine verzinste Geldanlage mit täglicher Verfügbarkeit: kein Kursrisiko, keine Kündigungsfrist, geschützt durch die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 €. Der Zinssatz ist variabel und kann von der Bank angepasst werden. Tagesgeld ist damit der ideale Ort für den Notgroschen und kurzfristig benötigtes Geld — für langfristiges Wachstum sind breit gestreute ETFs trotz Schwankungen renditestärker.

Verfügbarkeit täglich · variabler Zins
Steuer auf Zinsen 26,375 % · §32d EStG
Sparer-Pauschbetrag 1.000 € / 2.000 € · §20 IX
Einlagensicherung 100.000 € je Bank · §8 EinSiG

Zinsertrag nach Zinssatz

Bruttoertrag über 5 Jahre — einmal mit 10.000 € Startkapital, einmal zusätzlich mit 200 € monatlicher Sparrate.

Zinssatz p. a. 10.000 €, 5 J. + 200 €/Monat
1,0 % 512 € 1.825 €
2,0 % 1.049 € 2.706 €
2,5 % 1.331 € 3.166 €
3,0 % 1.616 € 3.640 €
3,5 % 1.910 € 4.127 €

Bruttozinsen bei monatlicher Verzinsung, vor Steuer. Schon 0,5 Prozentpunkte mehr Zins machen über die Jahre einen spürbaren Unterschied — der Vergleich lohnt. Quelle: eigene Berechnung, monatlicher Zinseszins.

Steuer & Sparer-Pauschbetrag

Zinsen über dem Pauschbetrag werden mit 26,375 % belastet — ein Freistellungsauftrag spart die Steuer im Rahmen des Pauschbetrags.

Worked Example — 1.331 € Zinsertrag, ledig

10.000 € über 5 Jahre bei 2,5 %, ohne Sparrate.

Position Berechnung Betrag
Bruttozinsen (5 J.)monatl. Zinseszins1.331 €
− Sparer-Pauschbetragsteuerfrei (ledig)−1.000 €
Steuerpflichtiger ErtragRest331 €
− Abgeltungsteuer26,375 %−87 €
Zinsen nach SteuerNettoertrag1.244 €

Der Pauschbetrag gilt pro Jahr — hier vereinfacht über die Laufzeit angesetzt. Mit Freistellungsauftrag behält die Bank bis zum Pauschbetrag keine Steuer ein. Quelle: §20 Abs. 9, §32d EStG.

In sieben Schritten zum optimalen Tagesgeld

Von der Anlagesumme bis zur Kombination mit ETF und Festgeld.

I

Anlagebetrag festlegen

Startkapital und ggf. monatliche Sparrate eingeben. Tagesgeld eignet sich für Beträge, die kurzfristig verfügbar bleiben sollen.

II

Zinssatz prüfen

Aktuellen Zins eintragen — und beachten, ob es ein dauerhafter oder ein befristeter Neukundenzins ist.

III

Zinseszins nutzen

Banken mit monatlicher oder quartalsweiser Zinsgutschrift sind leicht im Vorteil, weil Zinsen früher mitverzinst werden.

IV

Steuer berücksichtigen

Erträge über dem Sparer-Pauschbetrag (1.000 €/2.000 €) mit 26,375 % Abgeltungsteuer. Freistellungsauftrag bei der Bank einrichten.

V

Einlagensicherung beachten

Je Bank höchstens 100.000 € anlegen (§8 EinSiG). Höhere Beträge auf mehrere Banken verteilen.

VI

Zinshopping erwägen

Nach Ablauf des Aktionszinses zum nächsten Angebot wechseln — oder gleich eine Bank mit dauerhaft solidem Zins wählen.

VII

Mit ETF & Festgeld kombinieren

Notgroschen aufs Tagesgeld, planbar Entbehrliches aufs Festgeld, langfristiges Wachstum ins breit gestreute ETF-Depot.

Tagesgeld braucht ein Referenzkonto — meist ein Girokonto. Ein kostenloses Girokonto im Vergleich zeigt Konten ohne Grundgebühr und mit Tagesgeld-Verknüpfung. Achte auf dauerhaft kostenlose Kontoführung ohne Mindestgeldeingang sowie eine kostenfreie Girocard. Hinweis nach § 5a UWG: gekennzeichnete Werbe-Links — bei Vermittlung erhält RechnerCheck eine Provision, ohne dass dem Nutzer Mehrkosten entstehen.

Vier Konstellationen aus der Praxis

Notgroschen, Sparplan mit Zinseszins, Neukundenzins-Falle und Einlagensicherung über 100.000 €.

Konstellation A · Notgroschen parken

Tagesgeld als Liquiditätsreserve

15.000 € Notreserve · jederzeit verfügbar, 2,5 % Zins

Sachverhalt. Ein Sparer parkt seinen Notgroschen von drei Nettogehältern (15.000 €) auf einem Tagesgeldkonto mit 2,5 % Zins. Wichtig ist die tägliche Verfügbarkeit, nicht die maximale Rendite.

Bewertung. täglich verfügbar — ideal für die Reserve

Ergebnis. Tagesgeld ist täglich verfügbar und durch die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € je Bank und Kunde geschützt — die perfekte Heimat für den Notgroschen. Bei 2,5 % bringt die Reserve rund 375 € Zinsen im ersten Jahr, ohne dass das Geld gebunden ist. Anders als beim Festgeld kann der Zinssatz aber jederzeit sinken; anders als ein ETF-Depot gibt es kein Kursrisiko. Für die kurzfristig benötigte Reserve ist genau das richtig.

Konstellation B · Sparplan mit Zinseszins

monatliche Sparrate

10.000 € Start + 200 €/Monat über 5 Jahre, 2,5 %

Sachverhalt. Eine Sparerin legt 10.000 € an und spart zusätzlich 200 € monatlich. Über fünf Jahre bei 2,5 % Zins soll das Endkapital ermittelt werden.

Bewertung. Zinseszins wirkt auch bei Tagesgeld

Ergebnis. Eingezahlt werden 10.000 € + 60 × 200 € = 22.000 €. Durch die monatliche Verzinsung (Zinseszins) wächst das Kapital auf rund 23.166 € — ein Zinsertrag von etwa 1.166 €. Liegt dieser unter dem Sparer-Pauschbetrag (1.000 € ledig), bleibt er teils steuerfrei; darüber fallen 26,375 % Abgeltungsteuer an. Tagesgeld eignet sich gut als flexibler Sparbaustein, langfristig ist für höhere Renditen aber ein breit gestreutes ETF-Depot überlegen.

Konstellation C · Neukundenzins vs. Bestandszins

Lockzins läuft aus

3,5 % für 6 Monate, danach 1,0 % · Zinshopping lohnt

Sachverhalt. Eine Bank wirbt mit 3,5 % Neukundenzins, garantiert aber nur für sechs Monate. Danach fällt der Satz auf den Bestandskundenzins von 1,0 %.

Bewertung. nach der Aktionsfrist sinkt der Zins oft deutlich

Ergebnis. Viele Top-Angebote sind befristete Neukundenzinsen. Nach Ablauf der Aktion (oft 3–12 Monate) fällt der Satz auf einen niedrigen Bestandszins. Wer die Maximalrendite will, betreibt „Zinshopping": Nach der Aktionsfrist zum nächsten Neukundenangebot wechseln. Das ist legal und üblich, erfordert aber Disziplin. Wer den Aufwand scheut, wählt eine Bank mit dauerhaft solidem Zins ohne Lockangebot. Der Rechner zeigt den Effekt unterschiedlicher Zinssätze auf das Endkapital.

Konstellation D · Einlagensicherung über 100.000 €

§8 EinSiG · 100.000 € je Bank

180.000 € auf einem Konto · besser splitten

Sachverhalt. Ein Anleger hat 180.000 € auf einem einzigen Tagesgeldkonto. Es geht um die Sicherheit der Einlage bei einer möglichen Bankenpleite.

Bewertung. gesetzlich geschützt sind nur 100.000 € je Bank und Kunde

Ergebnis. Die gesetzliche Einlagensicherung schützt nach §8 EinSiG 100.000 € je Bank und Kunde. Die 80.000 € darüber wären im Pleitefall nicht gesetzlich gedeckt (freiwillige Sicherungssysteme bieten zwar oft mehr, sind aber kein Rechtsanspruch). Empfehlung: Beträge über 100.000 € auf mehrere Banken verteilen. Bei Gemeinschaftskonten verdoppelt sich der Schutz auf 200.000 €. Auf die Bonität (Einlagensicherungssystem, Sitzland) der Bank achten — besonders bei hohen Auslandszinsen.

Tagesgeld vs. Festgeld

Flexibilität gegen Zinsgarantie — beides hat seinen Platz, oft in Kombination.

Tagesgeld

Flexibel & verfügbar

  • + täglich verfügbar, keine Frist
  • + profitiert von steigenden Zinsen
  • + ideal für den Notgroschen
  • variabler Zins, kann sinken
  • oft niedriger als Festgeld

Geeignet für

Reserve und kurzfristig benötigtes Geld, das jederzeit verfügbar sein muss.

Festgeld

Zinsgarantie

  • + Zins für die Laufzeit garantiert
  • + oft höhere Zinsen
  • + sichert Zins bei fallenden Zinsen
  • Kapital gebunden
  • profitiert nicht von Zinsanstieg

Geeignet für

Planbar entbehrliche Beträge mit festem Zeithorizont — Treppenstrategie nutzen.

Treppenstrategie: Notgroschen aufs Tagesgeld, den Rest in gestaffelte Festgelder (z. B. über 1, 2 und 3 Jahre). So wird regelmäßig Kapital frei, das zu den dann aktuellen Konditionen neu angelegt werden kann — flexibel und zinsoptimiert zugleich.

Update-Log 2025 → 2026

Zinsentwicklung, Pauschbetrag und Einlagensicherung.

2024–2025

Zinswende vorbei — Tagesgeldzinsen sinken

Nach dem Zinshoch infolge der EZB-Leitzinsanhebungen begannen die Tagesgeldzinsen mit den Leitzinssenkungen wieder zu fallen. Top-Angebote liegen 2026 meist unter dem Niveau von 2024 — der Vergleich lohnt mehr denn je.

Januar 2025

Sparer-Pauschbetrag stabil bei 1.000 €

Der Sparer-Pauschbetrag liegt unverändert bei 1.000 € (Ledige) bzw. 2.000 € (zusammen Veranlagte). Wer mehrere Banken nutzt, sollte die Freistellungsaufträge so verteilen, dass der Pauschbetrag voll ausgeschöpft, aber nicht überschritten wird.

2025

Mehr Neukunden-Lockangebote

Im Wettbewerb um Einlagen setzen Banken verstärkt auf befristete Neukundenzinsen. Der dauerhafte Bestandszins fällt oft deutlich niedriger aus — beim Vergleich auf die Garantiedauer achten.

Mai 2026

Einlagensicherung unverändert 100.000 €

Die gesetzliche Einlagensicherung schützt weiterhin 100.000 € je Bank und Kunde. Bei hohen Guthaben bleibt das Verteilen auf mehrere Institute die sicherste Strategie.

Häufige Fragen zum Tagesgeld

12 Antworten zu Zinsen, Steuer, Sicherheit und Strategie.

Was ist Tagesgeld?

Tagesgeld ist eine verzinste Geldanlage mit täglicher Verfügbarkeit: Du kannst jederzeit ein- und auszahlen, ohne Kündigungsfrist. Der Zinssatz ist variabel und kann von der Bank jederzeit angepasst werden. Tagesgeld eignet sich ideal als Parkplatz für den Notgroschen und für Geld, das kurzfristig verfügbar bleiben soll — anders als Festgeld, das für eine feste Laufzeit gebunden ist.

Wie werden Tagesgeldzinsen berechnet?

Die Zinsen werden taggenau auf das jeweilige Guthaben berechnet und je nach Bank monatlich, quartalsweise oder jährlich gutgeschrieben. Wird häufiger gutgeschrieben, profitierst du vom Zinseszins: Bereits gutgeschriebene Zinsen werden mitverzinst. Der Rechner verwendet eine monatliche Verzinsung (Zinssatz ÷ 12) und berücksichtigt optionale monatliche Sparraten.

Muss ich Tagesgeldzinsen versteuern?

Ja. Zinserträge unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 % zzgl. 5,5 % Solidaritätszuschlag (= 26,375 %) und ggf. Kirchensteuer. Steuerfrei bleibt der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € (Ledige) bzw. 2.000 € (zusammen Veranlagte) pro Jahr. Mit einem Freistellungsauftrag bei der Bank wird der Pauschbetrag automatisch berücksichtigt und keine Steuer einbehalten, solange die Erträge darunter liegen.

Was ist der Unterschied zwischen Tages- und Festgeld?

Tagesgeld ist täglich verfügbar mit variablem Zins; Festgeld bindet das Kapital für eine feste Laufzeit (z. B. 1–5 Jahre) zu einem garantierten Zins. Festgeld bietet bei längeren Laufzeiten oft etwas höhere Zinsen, dafür kommst du während der Laufzeit nicht (oder nur mit Verlust) an dein Geld. Eine gängige Strategie: Notgroschen aufs Tagesgeld, planbar entbehrliche Beträge aufs Festgeld (Treppenstrategie).

Wie sicher ist mein Geld auf dem Tagesgeldkonto?

Einlagen sind durch die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € je Bank und Kunde geschützt (§8 EinSiG; bei EU-Banken analog). Bei Gemeinschaftskonten verdoppelt sich der Schutz. Beträge darüber sollten auf mehrere Banken verteilt werden. Viele Banken bieten zusätzlich freiwillige Sicherungssysteme mit höheren Grenzen — darauf besteht aber kein gesetzlicher Rechtsanspruch.

Was sind Neukundenzinsen?

Viele Banken werben mit hohen, aber befristeten Neukundenzinsen (oft 3–12 Monate). Nach der Aktionsfrist fällt der Satz auf einen niedrigeren Bestandskundenzins. Wer die Maximalrendite will, wechselt nach Ablauf zum nächsten Angebot („Zinshopping"). Wer den Aufwand scheut, wählt eine Bank mit dauerhaft solidem Zins. Achte beim Vergleich darauf, ob der beworbene Zins dauerhaft oder nur als Lockangebot gilt.

Lohnt sich Tagesgeld bei niedrigen Zinsen?

Als Renditebaustein nicht — nach Steuern und Inflation ist die reale Rendite oft negativ oder knapp positiv. Tagesgeld ist aber kein Renditeprodukt, sondern dient der Liquidität und Sicherheit: Notgroschen, geplante größere Ausgaben, Geld zwischen Investments. Für langfristigen Vermögensaufbau sind breit gestreute ETFs trotz Schwankungen renditestärker. Beides ergänzt sich: Tagesgeld für die Reserve, ETF fürs Wachstum.

Gibt es eine Mindest- oder Höchsteinlage?

Die meisten Tagesgeldkonten haben keine Mindesteinlage und sind kostenlos. Manche Banken begrenzen den Aktionszins auf eine Höchstsumme (z. B. 50.000 € oder 100.000 €) — darüber gilt ein niedrigerer Satz. Aus Gründen der Einlagensicherung ist es ohnehin sinnvoll, je Bank nicht mehr als 100.000 € anzulegen. Achte auf solche Zinsobergrenzen im Kleingedruckten.

Wie viele Tagesgeldkonten darf ich haben?

Beliebig viele. Tagesgeldkonten sind kostenlos und unverbindlich; viele Sparer nutzen mehrere parallel, um Aktionszinsen mitzunehmen und Beträge über 100.000 € auf die Einlagensicherung mehrerer Banken zu verteilen. Ein Tagesgeldkonto wird in der Regel mit einem Referenzkonto (Girokonto) verknüpft, auf das Auszahlungen gehen — direkte Zahlungen vom Tagesgeldkonto sind nicht möglich.

Was ist ein Freistellungsauftrag?

Mit einem Freistellungsauftrag teilst du der Bank mit, bis zu welchem Betrag Zinserträge steuerfrei bleiben sollen — bis zur Höhe des Sparer-Pauschbetrags (1.000 € / 2.000 €). Bis dahin behält die Bank keine Abgeltungsteuer ein. Den Pauschbetrag kannst du auf mehrere Banken aufteilen, insgesamt aber nicht überschreiten. Ohne Freistellungsauftrag wird ab dem ersten Euro Steuer einbehalten, die du dir über die Steuererklärung zurückholen kannst.

Wirkt sich Tagesgeld auf die Inflation aus?

Nicht auf die Inflation selbst, aber die Inflation auf dein Tagesgeld: Liegt die Inflationsrate über dem Tagesgeldzins (nach Steuer), verliert dein Erspartes real an Kaufkraft. Beispiel: 2,5 % Zins minus Steuer ≈ 1,84 %, bei 3 % Inflation ergibt sich ein realer Verlust. Tagesgeld erhält daher meist nicht die Kaufkraft — für den realen Vermögenserhalt sind Sachwerte (Aktien, Immobilien) nötig.

Tagesgeld oder Festgeld bei steigenden/fallenden Zinsen?

Bei erwartet steigenden Zinsen ist Tagesgeld vorteilhaft, weil der variable Zins mitsteigt. Bei erwartet fallenden Zinsen sichert Festgeld den aktuellen Satz für die Laufzeit. Da Zinsprognosen unsicher sind, kombinieren viele eine Treppenstrategie: gestaffelte Festgelder plus ein Tagesgeld-Puffer. So bleibt man flexibel und sichert gleichzeitig Zinsen.

Ist dieser Rechner verbindlich?

Der Rechner ermittelt das Endkapital mathematisch korrekt bei monatlicher Verzinsung und konstantem Zinssatz. In der Realität ist der Tagesgeldzins variabel und kann sich jederzeit ändern; Aktionszinsen gelten oft nur befristet. Die Steuerberechnung verwendet die Abgeltungsteuer von 26,375 % und den eingestellten Pauschbetrag — Kirchensteuer ist nicht enthalten. Die Werte dienen der Orientierung und sind keine Anlageberatung.

Schlüsselbegriffe rund ums Tagesgeld

Tagesgeld
Verzinste Geldanlage mit täglicher Verfügbarkeit und variablem Zinssatz. Ideal für den Notgroschen.
Zinseszins
Bereits gutgeschriebene Zinsen werden mitverzinst. Je häufiger die Zinsgutschrift, desto stärker der Effekt.
Abgeltungsteuer
25 % + 5,5 % Soli (= 26,375 %) auf Kapitalerträge über dem Sparer-Pauschbetrag; ggf. zzgl. Kirchensteuer.
Sparer-Pauschbetrag
Steuerfreier Betrag für Kapitalerträge: 1.000 € (ledig) / 2.000 € (zusammen). Über Freistellungsauftrag nutzbar.
Einlagensicherung (§8 EinSiG)
Gesetzlicher Schutz der Einlagen bis 100.000 € je Bank und Kunde.
Neukundenzins
Befristeter Aktionszins für Neukunden; nach Ablauf gilt der niedrigere Bestandszins.

Quellen und Paragraphen

Gesetzestexte und Finanzquellen, auf denen Berechnung und Hinweise beruhen.

Zum Weiterlesen

Themen rund um Sparen und Geldanlage.

Für gebundene Beträge mit Zinsgarantie ist der Festgeld-Rechner die passende Ergänzung; den reinen Zinseffekt zeigt der Zinseszins-Rechner. Langfristig renditestärker ist der ETF-Sparplan.

Wie die Inflation die reale Rendite mindert, zeigt der Inflation-Rechner; die Steuer auf Erträge berechnet der Kapitalertragsteuer-Rechner. Das klassische Sparbuch schneidet beim Zins meist schlechter ab.

Für die große Linie helfen der Vermögensaufbau-Rechner und — in der Auszahlphase — der Entnahmeplan-Rechner. Tagesgeld ist dabei der sichere, flexible Baustein für Liquidität.

§

Methodik & Pflegezyklus

Wie die Berechnung dieses Rechners zustandekommt

Der Rechner berechnet das Endkapital mit monatlicher Verzinsung (Zinssatz ÷ 12) und berücksichtigt eine optionale monatliche Sparrate — exakte Zinseszinsrechnung bei konstantem Zinssatz. Die Steuer verwendet die Abgeltungsteuer von 26,375 % (25 % + Soli) auf Erträge über dem eingestellten Sparer-Pauschbetrag (§20 Abs. 9, §32d EStG); Kirchensteuer ist nicht enthalten. In der Realität ist der Tagesgeldzins variabel und Aktionszinsen sind befristet — die Werte sind eine Orientierung und keine Anlageberatung.

Quellen: § 20 EStG · § 32d EStG · § 8 EinSiG · Deutsche Bundesbank · BaFin · Stiftung Warentest Letzte fachliche Prüfung: 29. Mai 2026 Update-Zyklus: Laufend bei Zins- und Steueränderungen. Methodik-Übersicht →
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