Immobilien & Bauen

Baufinanzierung 2026: Wie viel Haus kann ich mir leisten?

Bevor du Objekte anschaust, sollte eine Zahl feststehen: dein realistisches Budget. Wir zeigen, wie du es aus Einkommen, Eigenkapital und Zins berechnest – und welche Nebenkosten viele unterschätzen.

RechnerCheck-Redaktion 7 Min. Lesezeit

Die wichtigste Frage beim Immobilienkauf ist nicht „Was kostet das Haus?", sondern „Was kann ich mir dauerhaft leisten?". Wer das vorher sauber rechnet, vermeidet die häufigste Falle: eine Rate, die in guten Zeiten passt, aber bei Zinsanstieg oder Jobwechsel zur Last wird.

Die 35-%-Regel als Startpunkt

Als Faustregel sollte die monatliche Kreditrate maximal etwa 35 % deines Nettohaushaltseinkommens betragen. Bei 4.000 € netto wären das rund 1.400 € Rate. Daraus und aus Zins und Tilgung lässt sich die mögliche Darlehenssumme ableiten – und zusammen mit dem Eigenkapital der maximale Kaufpreis.

Was trägt deine Rate?Darlehenssumme, Rate und Laufzeit durchrechnen.
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Eigenkapital: je mehr, desto günstiger

Empfohlen werden mindestens 20 % des Kaufpreises plus die Kaufnebenkosten als Eigenkapital. Je höher der Eigenkapitalanteil, desto niedriger der Beleihungsauslauf – und desto besser der Zins, den dir die Bank gibt. Wer die Nebenkosten allein aus Eigenkapital deckt, fährt deutlich günstiger als eine 100-%-Finanzierung.

Die Kaufnebenkosten nicht vergessen

Sie liegen je nach Bundesland bei rund 9–12 % des Kaufpreises:

  • Grunderwerbsteuer – je nach Land 3,5 % bis 6,5 %.
  • Notar und Grundbuch – rund 1,5–2 %.
  • Maklerprovision – falls anfallend, meist rund 3,57 % (Käuferanteil).
Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer?Für alle 16 Bundesländer berechnen.
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Zins, Tilgung und Sollzinsbindung

Die Rate setzt sich aus Zins und Tilgung zusammen. Eine anfängliche Tilgung von mindestens 2–3 % ist sinnvoll, sonst läuft die Rückzahlung sehr lange. Die Sollzinsbindung (z. B. 10, 15 oder 20 Jahre) sichert den Zins für diese Zeit – je länger, desto mehr Planungssicherheit, aber meist auch etwas höherer Zins.

Nach Ablauf der Bindung bleibt in der Regel eine Restschuld, die du über eine Anschlussfinanzierung ablöst. Hinweis: Nach §489 BGB kannst du jedes Darlehen 10 Jahre nach Vollauszahlung mit 6 Monaten Frist kostenfrei kündigen – nützlich bei gesunkenen Zinsen.

Tipps für eine solide Finanzierung

  • Rate mit Puffer kalkulieren – nicht das absolute Maximum ausreizen.
  • Sondertilgungsrecht vereinbaren (oft 5 % pro Jahr kostenlos).
  • Bei den aktuellen Zinsen eher längere Zinsbindung für Sicherheit wählen.
  • Mehrere Angebote vergleichen – schon 0,2 Prozentpunkte Zinsdifferenz sparen über die Laufzeit Tausende.
Quellen: § 489 BGB (Kündigungsrecht) · GrEStG der Länder · Bundesbank-Zinsstatistik. Stand Juni 2026.

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Hinweis: Dieser Ratgeber bietet allgemeine Informationen und ersetzt keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung. Alle Angaben ohne Gewähr, Stand 3. Juni 2026. Für verbindliche Auskünfte wende dich an eine qualifizierte Fachperson. Mehr dazu in der Über-uns und der Methodik.